Für die Bereitstellung von SUSE Linux Enterprise Desktop stehen mehrere Methoden zur Auswahl. Wählen Sie aus verschiedenen Ansätzen. Von der lokalen Installation mit physischen Medien über einen Netzwerkinstallationsserver bis zu einer Masseninstallation über eine entfernt gesteuerte, hochgradig angepasste und automatisierte Installationsmethode ist alles möglich. Wählen Sie die Methode, die Ihren Anforderungen am besten entspricht.
Sie können mithilfe der Xen-Virtualisierungstechnik virtuelle Instanzen von SUSE Linux Enterprise Desktop testen, bevor Sie es auf der echten Hardware implementieren. Sie können auch mit grundlegenden Einrichtungen von Windows* in SLED experimentieren. Weitere Informationen zur Virtualisierungstechnologie, die für SUSE Linux Enterprise Desktop verfügbar ist, finden Sie im Virtualisierungshandbuch.
Wenn Ihre Bereitstellung von SUSE Linux Enterprise Desktop nur 1 bis 10 Arbeitsstationen umfasst, können Sie SUSE Linux Enterprise Desktop am schnellsten und einfachsten mit der einfachen manuellen Installation bereitstellen (siehe Kapitel 3, Installation mit YaST). Die manuelle Installation kann auf verschiedene Arten erfolgen, je nach Ihren Anforderungen.
Dieser Ansatz kommt für Sie in Frage, wenn Sie einen einzelnen, nicht verbundenen Arbeitsplatzrechner installieren möchten.
Dieser Ansatz kommt für Sie in Frage, wenn Sie über einen einzelnen Arbeitsplatzrechner oder über eine geringe Anzahl von Arbeitsplatzrechnern verfügen und wenn ein Netzwerk-installationsserver über SLP verfügbar ist.
Dieser Ansatz kommt für Sie in Frage, wenn Sie über einen einzelnen Arbeitsplatzrechner oder über eine geringe Anzahl von Arbeitsplatzrechnern verfügen und wenn ein Netzwerkinstallationsserver verfügbar ist.
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Installationsquelle |
SUSE Linux Enterprise Desktop-Medienkit |
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Aufgaben, die einen manuellen Eingriff erfordern |
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Entfernt gesteuerte Aufgaben |
Keine |
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Details |
Installation von den SUSE Linux Enterprise Desktop-Medien (DVD, USB) |
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Installationsquelle |
Netzwerkinstallationsserver, auf dem sich die SUSE Linux Enterprise Desktop-Installationsmedien befinden |
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Aufgaben, die einen manuellen Eingriff erfordern |
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Entfernt gesteuerte Aufgaben |
Keine, aber diese Methode kann mit VNC kombiniert werden. |
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Details |
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Installationsquelle |
Netzwerkinstallationsserver, auf dem sich die SUSE Linux Enterprise Desktop-Installationsmedien befinden |
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Aufgaben, die einen manuellen Eingriff erfordern |
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Entfernt gesteuerte Aufgaben |
Keine, aber diese Methode kann mit VNC kombiniert werden. |
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Details |
Bei einer großen Anzahl zu installierender Arbeitsplatzrechner möchten Sie sicher nicht jeden einzeln manuell installieren und konfigurieren. Es gibt viele automatisierte oder halbautomatisierte Vorgänge sowie einige Optionen zum Durchführen einer Installation mit minimalen oder gar keinen Eingriffen seitens des Benutzers.
Bevor Sie einen vollautomatisierten Ansatz in Betracht ziehen, sollten Sie beachten, dass ein sehr komplexes Szenario auch sehr lange eingerichtet werden muss. Wenn es bei Ihrer Installation auf die Zeit ankommt, ist es eventuell besser, eine weniger komplexe Methode zu wählen, die schneller durchgeführt werden kann. Automatisierung eignet sich vor allem für riesige Installationen und solche, die von einem entfernten Standort erfolgen müssen.
Treffen Sie eine Auswahl aus den folgenden Optionen:
Dieser Ansatz kommt in einem kleinen bis mittleren Szenario mit einer statischen Netzwerkeinrichtung in Frage. Ein Netzwerk, ein Netzwerkinstallationsserver und die VNC-Anwendung sind erforderlich.
Dieser Ansatz kommt in einem kleinen bis mittleren Szenario mit einer dynamischen Netzwerkeinrichtung in Frage. Ein Netzwerk, ein Netzwerkinstallationsserver und die VNC-Anwendung sind erforderlich.
Dieser Ansatz kommt in einem kleinen bis mittleren Szenario in Frage, das über das Netzwerk und ohne Rückgriff auf die Installationsziele installiert werden muss. Ein Netzwerk, ein Netzwerkinstallationsserver, Netzwerk-Boot-Images, Netzwerk-bootfähige Zielhardware und die VNC-Anwendung sind erforderlich.
Dieser Ansatz kommt in einem kleinen bis mittleren Szenario mit einer statischen Netzwerkeinrichtung in Frage. Ein Netzwerk, ein Netzwerkinstallationsserver und die SSH-Client-Anwendung sind erforderlich.
Dieser Ansatz kommt in einem kleinen bis mittleren Szenario mit einer dynamischen Netzwerkeinrichtung in Frage. Ein Netzwerk, ein Netzwerkinstallationsserver und die SSH-Client-Anwendung sind erforderlich.
Dieser Ansatz kommt in einem kleinen bis mittleren Szenario in Frage, das über das Netzwerk und ohne Rückgriff auf die Installationsziele installiert werden muss. Ein Netzwerk, ein Netzwerkinstallationsserver, Netzwerk-Boot-Images, Netzwerk-bootfähige Zielhardware und die SSH-Client-Anwendung sind erforderlich.
Dieser Ansatz kommt bei großen Installationen auf identischen Maschinen in Frage. Bei einer Konfiguration zum Netzwerkstart ist kein direkter Eingriff auf die Zielsysteme erforderlich. Ein Netzwerk, ein Netzwerkinstallationsserver, eine entfernte Steueranwendung (z. B. der VNC-Viewer oder ein SSH-Client) und ein AutoYaST-Konfigurationsprofil sind erforderlich. Wenn Sie den Netzwerk-Boot verwenden, sind außerdem ein Netzwerk-Boot-Image und Netzwerk-Boot-fähige Hardware erforderlich.
Dieser Ansatz eignet sich für große Installationen auf verschiedene Hardwaretypen. Bei einer Konfiguration zum Netzwerkstart ist kein direkter Eingriff auf die Zielsysteme erforderlich. Ein Netzwerk, ein Netzwerkinstallationsserver, eine entfernte Steueranwendung (z. B. der VNC-Viewer oder ein SSH-Client) und mehrere AutoYaST-Konfigurationsprofile sowie eine Regel für AutoYaST sind erforderlich. Wenn Sie den Netzwerk-Boot verwenden, sind außerdem ein Netzwerk-Boot-Image und Netzwerk-Boot-fähige Hardware erforderlich.
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Installationsquelle |
Netzwerk |
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Vorbereitung |
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Steuerung und Überwachung |
Entfernt: VNC |
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Am besten geeignet für |
Kleine bis mittlere Szenarien mit verschiedener Hardware |
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Nachteile |
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Details |
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Installationsquelle |
Netzwerk |
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Vorbereitung |
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Steuerung und Überwachung |
Entfernt: VNC |
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Am besten geeignet für |
Kleine bis mittlere Szenarien mit verschiedener Hardware |
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Nachteile |
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Details |
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Installationsquelle |
Netzwerk |
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Vorbereitung |
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Steuerung und Überwachung |
Entfernt: VNC |
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Am besten geeignet für |
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Nachteile |
Jede Maschine muss manuell eingerichtet werden. |
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Details |
Abschnitt 11.1.3, „Installation auf entfernten Systemen über VNC – PXE-Boot und Wake-on-LAN“ |
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Installationsquelle |
Netzwerk |
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Vorbereitung |
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Steuerung und Überwachung |
Entfernt: SSH |
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Am besten geeignet für |
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Nachteile |
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Details |
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Installationsquelle |
Netzwerk |
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Vorbereitung |
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Steuerung und Überwachung |
Entfernt: SSH |
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Am besten geeignet für |
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Nachteile |
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Details |
Abschnitt 11.1.5, „Einfache entfernte Installation über SSH – Dynamische Netzwerkkonfiguration“ |
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Installationsquelle |
Netzwerk |
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Vorbereitung |
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Steuerung und Überwachung |
Entfernt: SSH |
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Am besten geeignet für |
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Nachteile |
Jede Maschine muss einzeln eingerichtet werden. |
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Details |
Abschnitt 11.1.6, „Installation auf entfernten Systemen über SSH – PXE-Boot und Wake-on-LAN“ |
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Installationsquelle |
Vorzugsweise Netzwerk |
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Vorbereitung |
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Steuerung und Überwachung |
Lokal oder entfernt über VNC oder SSH |
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Am besten geeignet für |
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Nachteile |
Gilt nur für Maschinen mit identischer Hardware |
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Details |
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Installationsquelle |
Vorzugsweise Netzwerk |
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Vorbereitung |
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Steuerung und Überwachung |
Lokal oder entfernt über VNC oder SSH |
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Am besten geeignet für |
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Nachteile |
Komplexes Einrichten der Regeln |
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Details |
Die meisten Betrachtungen für mittlere Installationsszenarien gelten Abschnitt 2.1, „Einsatz von bis zu 10 Arbeitsplatzrechnern“ auch für große Installationen. Durch eine wachsende Anzahl von Installationszielen steigen jedoch die Vorteile einer vollautomatischen Installationsmethode. Die Nachteile dieser Methode sind vergleichsweise gering.
Der beträchtliche Zeitaufwand zum Erstellen anspruchsvoller Regeln und Class-Framework in AutoYaST lohnt sich für die Ansprüche eines riesigen Installationsstandorts. Wenn Sie nicht auf jedes Ziel einzeln zugreifen müssen, sparen Sie unter Umständen enorm viel Zeit, je nach der Größe Ihres Installationsprojekts.
Als eine Alternative, und wenn Benutzereinstellungen beim ersten Booten erfolgen sollen, erstellen Sie mit Kiwi- und Firstboot-Preload-Images. Die Bereitstellung solcher Images könnte sogar durch einen PXE-Bootserver erfolgen, der auf diese Aufgabe spezialisiert ist. Weitere Einzelheiten finden Sie unter http://doc.opensuse.org/projects/kiwi/doc/, Kapitel 19, Automatisierte Implementierung von Preload-Images, Kapitel 18, Automatisierte Installation und Kapitel 17, Installieren von benutzerdefinierten Vorinstallationen.