Sie können einen beliebigen Rechner, auf dem SUSE Linux Enterprise Server 12 oder SUSE Linux Enterprise Desktop 12 ausgeführt wird, für die Registrierung bei einem lokalen SMT-Server (Subscription Management Tool) konfigurieren und dort Software-Aktualisierungen herunterladen, anstatt direkt mit dem SUSE Customer Center und den NU-Servern zu kommunizieren. Für den Einsatz eines SMT-Servers zur Clientregistrierung und als lokale Aktualisierungsquelle müssen Sie zunächst den SMT-Server in Ihrem Netzwerk konfigurieren. Die SMT-Server-Software ist als Add-on for SUSE Linux Enterprise Server erhältlich. Die Konfiguration dieser Software wird im Subscription Management Tool Guide (SMT-Handbuch) beschrieben. Es müssen keinerlei Add-ons auf den Clients installiert werden, die zur Registrierung auf einem SMT-Server konfiguriert werden.
Zur Registrierung eines Clients auf einem SMT-Server müssen Sie den Client mit der URL des Servers ausstatten. Da Client und Server während der Registrierung über das HTTPS-Protokoll kommunizieren, müssen Sie auch sicherstellen, dass das Zertifikat des Servers für den Client verbürgt ist. Falls Ihr SMT-Server auf die Verwendung des Standardserverzertifikats eingestellt ist, steht das CA-Zertifikat auf dem SMT-Server über das HTTP-Protokoll unter http://FQDN/smt.crt zur Verfügung. In diesem Fall müssen Sie sich nicht um das Zertifikat kümmern: Der Registrierungsvorgang lädt das CA-Zertifikat automatisch von dort herunter, sofern keine andere Konfiguration festgelegt wurde. Sie müssen einen Pfad zum CA-Zertifikat des Servers eingeben, wenn das Zertifikat von einer externen Zertifizierungsstelle ausgestellt wurde.
Es bestehen mehrere Möglichkeiten, diese Information bereitzustellen und den Clientcomputer für die Verwendung von SMT zu konfigurieren. Die erste Möglichkeit ist die Bereitstellung der erforderlichen Information über Kernel-Parameter beim Booten. Die zweite Möglichkeit ist die Konfigurierung von Clients mithilfe eines AutoYaST-Profils. Mit Subscription Management Tool wird auch das Skript clientSetup4SMT.sh verteilt, das auf einem Client ausgeführt werden kann, damit er sich bei einem angegebenen SMT-Server registriert. Diese Möglichkeiten werden in den folgenden Abschnitten beschrieben:
Jeder Client kann zur Verwendung von SMT konfiguriert werden, indem beim Computerstart die folgenden Kernel-Parameter bereitgestellt werden: regurl und regcert. Der erste Parameter ist obligatorisch, der zweite optional.
URL des SMT-Servers. Die URL muss folgendes Format aufweisen: https://FQDN, wobei FQDN der vollständig qualifizierte Hostname des SMT-Server ist. Er muss identisch mit dem FQDN des Serverzertifikats auf dem SMT-Server sein. Beispiel:
regurl=https://smt.example.com
Achten Sie darauf, dass Sie richtige Werte eingeben. Wenn regurl nicht richtig angegeben wurde, schlägt die Registrierung der Aktualisierungsquelle fehl.
Wenn der SMT-Server ein neues Zertifikat von einer neuen und nicht verbürgten Zertifizierungsstelle erhält, müssen die Clients die neue CA-Zertifikatdatei abrufen. Dies erfolgt automatisch beim Registrierungsvorgang, aber nur, wenn bei der Installation eine URL zum Abrufen des Zertifikats verwendet wurde oder wenn der Parameter regcert weggelassen wurde und daher die Standard-URL benutzt wird. Wenn das Zertifikat unter Verwendung einer anderen Methode geladen wurde (z. B. lokaler Pfad), wird das CA-Zertifikat nicht aktualisiert.
Clients können zur Registrierung bei SMT-Server über das AutoYaST-Profil konfiguriert werden. Allgemeine Informationen zum Erstellen von AutoYaST-Profilen und Vorbereiten der automatischen Installation finden Sie unter Kapitel 18, Automatisierte Installation. In diesem Abschnitt wird nur die SMT-spezifische Konfiguration beschrieben.
So konfigurieren Sie SMT-spezifische Daten mithilfe von AutoYaST:
Starten Sie YaST als root, und wählen Sie › , um das grafische AutoYaST-Frontend zu starten.
Sie können das grafische AutoYaST-Frontend mit yast2 autoyast von einer Kommandozeile aus starten.
Öffnen Sie ein bestehendes Profil über › , erstellen Sie ein Profil auf der Basis der Konfiguration des aktuellen Systems über › , oder beginnen Sie mit einem leeren Profil.
Wählen Sie › . Eine Übersicht der aktuellen Konfiguration wird angezeigt.
Klicken Sie auf .
Wählen Sie zur automatischen Registrierung während der Installation .
Legen Sie die URL des und optional den Speicherort des fest. Die möglichen Werte sind dieselben wie für den Kernel-Parameter regurl. Die möglichen Werte sind dieselben wie für die Kernel-Parameter regurl und regcert (siehe Abschnitt 13.1, „Verwenden von Kernel-Parametern zum Zugriff auf einen SMT-Server“). Einzige Ausnahme dabei: Der Wert ask für regcert funktioniert nicht in AutoYaST, da er eine Benutzerinteraktion verlangt. Wenn Sie ihn verwenden, wird der Registrierungsvorgang übersprungen.
Allerdings kann YaST, wenn Sie sich registrieren lassen, die Add-ons (Erweiterungen oder Module) von einem SUSE Customer Center-Registrierungsserver verwenden. Nach der Registrierung bei SUSE Customer Center können Sie neue Produkte wie SUSE Software Development Kit, High Availability, GEO Clustering for SUSE Linux Enterprise High Availability Extension und dergleichen mehr direkt von Ihrem SUSE Customer Center installieren. Sogar den neuesten Patch-Level können Sie über SUSE Customer Center installieren.
Führen Sie jegliche weitere Konfiguration durch, die für die bereitzustellenden Systeme erforderlich ist.
Wählen Sie › , und geben Sie einen Dateinamen für das Profil ein, z. B. autoinst.xml.
Das Skript /usr/share/doc/packages/smt/clientSetup4SMT.sh wird mit SMT zur Verfügung gestellt. Mithilfe dieses Skripts können Sie einen Clientcomputer für die Verwendung eines SMT-Servers konfigurieren oder seine Konfiguration so ändern, dass er einen anderen SMT-Server verwendet.
So konfigurieren Sie einen Clientcomputer mithilfe des Skripts clientSetup4SMT.sh für die Verwendung von SMT:
Kopieren Sie das Skript /usr/share/doc/packages/smt/clientSetup4SMT.sh von Ihrem SMT-Server auf den Clientcomputer.
Führen Sie das Skript als root auf dem Clientcomputer aus. Das Skript kann auf zwei Arten ausgeführt werden:
Auf den Skriptnamen folgt die Registrierungs-URL:
./clientSetup4SMT.sh registration_URL
Beispiel:
./clientSetup4SMT.sh https://smt.example.com/center/regsvc
Auf den Skriptnamen folgt die Option --host und anschließend der Hostname des SMT-Servers:
./clientSetup4SMT.sh --host server_hostname
Beispiel:
./clientSetup4SMT.sh --host smt.example.com
Das Skript lädt das CA-Zertifikat des Servers herunter.
--host
Der Hostname, der mit dem Parameter --host übergeben werden soll, muss mit dem Namen übereinstimmen, für den das Zertifikat ausgestellt wurde. Wenn im Zertifikat der vollständig qualifizierte Hostname angegeben ist (z. B. add smt.example.com), muss dieser zudem in derselben Form eingegeben werden. Bei Eingabe des „kurzen“ Namens (smt) tritt ein Fehler beim Skript clientSetup4SMT.sh auf.
Akzeptieren Sie das CA-Zertifikat des Servers mit j.
Das Skript führt alle erforderlichen Änderungen am Client durch. Bei Bedarf kann die eigentliche Registrierung durch das Skript erfolgen.
Führen Sie zur Registrierung SUSEConnect auf dem Client aus.
Um einen Client so zu konfigurieren, dass er sich bei der Testumgebung anstelle der Produktionsumgebung registriert, verwenden Sie SUSEConnect auf dem Clientcomputer:
SUSEConnect -r REG_CODE
Ersetzen Sie REG_CODE durch den Registrierungscode Ihres Produkts. Diese Angaben finden Sie auf der Website http://scc.suse.com.
Weitere Informationen über den Einsatz von SMT in einer Testumgebung finden Sie im Subscription Management Tool Guide (SMT-Handbuch).