Bezieht sich auf SUSE Linux Enterprise Desktop 12

Teil III Services

20 Grundlegendes zu Netzwerken

Linux stellt die erforderlichen Netzwerkwerkzeuge und -funktionen für die Integration in alle Arten von Netzwerkstrukturen zur Verfügung. Der Netzwerkzugriff über eine Netzwerkkarte kann mit YaST konfiguriert werden. Die manuelle Konfiguration ist ebenfalls möglich. In diesem Kapitel werden nur die grundlegenden Mechanismen und die relevanten Netzwerkkonfigurationsdateien behandelt.

21 Zeitsynchronisierung mit NTP

Der NTP-(Network Time Protocol-)Mechanismus ist ein Protokoll für die Synchronisierung der Systemzeit über das Netzwerk. Erstens kann ein Computer die Zeit von einem Server abrufen, der als zuverlässige Zeitquelle gilt. Zweitens kann ein Computer selbst für andere Computer im Netzwerk als Zeitquelle fungieren. Es gibt zwei Ziele – das Aufrechterhalten der absoluten Zeit und das Synchronisieren der Systemzeit aller Computer im Netzwerk.

22 Verwendung von NetworkManager

NetworkManager ist die ideale Lösung für Notebooks und andere portable Computer. Es unterstützt die neuesten Verschlüsselungstypen und Standards für Netzwerkverbindungen, einschließlich Verbindungen zu Netzwerken, die nach 802.1X geschützt sind. 802.1X ist die „anschlussbasierte Netzwerkzugriffssteu…

23 Samba

Mit Samba kann ein Unix-Computer als Datei- und Druckserver für Mac OS X-, Windows- und OS/2-Computer konfiguriert werden. Samba ist mittlerweile ein sehr umfassendes und komplexes Produkt. Konfigurieren Sie Samba mit YaST oder indem Sie die Konfigurationsdatei manuell bearbeiten.

24 Verteilte Nutzung von Dateisystemen mit NFS

Das Verteilen und Freigeben von Dateisystemen über ein Netzwerk ist eine Standardaufgabe in Unternehmensumgebungen. Das bewährte Netzwerkdateisystem NFS arbeitet mit dem Verzeichnisdienst NIS zusammen. Wenn Sie ein sichereres Protokoll wünschen, das mit LDAP zusammenarbeitet und auch Kerberos nutzen kann, aktivieren Sie NFSv4. Zusammen mit pNFS können Sie so Engpässe bei der Leistung beseitigen.

NFS mit NIS macht ein Netzwerk für den Benutzer transparent. Mit NFS ist es möglich, arbiträre Dateisysteme über das Netzwerk zu verteilen. Bei entsprechendem Setup befinden sich Benutzer in derselben Umgebung, unabhängig vom gegenwärtig verwendeten Terminal.

25 Bedarfsweises Einhängen mit autofs

Das Programm autofs hängt automatisch festgelegte Verzeichnisse bedarfsweise ein. Das Programm beruht auf einem Kernel-Modul, das für hohe Effizienz sorgt, und kann sowohl lokale Verzeichnisse als auch Netzwerkfreigaben verwalten. Diese automatischen Einhängepunkte werden nur dann eingehängt, wenn auf sie zugegriffen wird; nach einem bestimmten Zeitraum ohne Aktivität werden sie wieder ausgehängt. Dieses bedarfsweise Verfahren spart Bandweite und bewirkt höhere Leistungen als das statische Einhängen mit /etc/fstab. autofs ist das Steuerungsskript und automount das Kommando (der Daemon), mit dem das automatische Einhängen ausgeführt wird.

26 Dateisynchronisierung

Viele Menschen benutzen heutzutage mehrere Computer: einen Computer zu Hause, einen oder mehrere Computer am Arbeitsplatz und eventuell ein Notebook, ein Tablet oder ein Smartphone unterwegs. Viele Dateien werden auf allen diesen Computern benötigt. Vermutlich wollen Sie Ihre Dateien auf allen Computern bearbeiten und benötigen die Daten daher auf allen Computern auf dem aktuellsten Stand.

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