In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Sie die Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf IBM POWER-Systemen vorbereiten.
Die Standardinstallation erfordert mindestens 512 MB RAM. Für die Installation eines Standardsystems mit dem GNOME-Desktop sind mindestens 3,5 GB freier Festplattenspeicher erforderlich. Weitere Informationen zu den Anforderungen an den Festplattenspeicher finden Sie unter Anforderungen an die Festplatte.
Das Betriebssystem SUSE® Linux Enterprise Server eignet sich für die verschiedensten Hardware-Geräte. Um Ihnen für die Planungsphase eine Richtlinie zur Verfügung zu stellen, werden hier die Mindestanforderungen dargestellt.
Wenn Sie sichergehen möchten, dass eine bestimmte Computerkonfiguration funktioniert, schlagen Sie in der Datenbank der von SUSE zertifizierten Hardware nach. Eine Liste der zertifizierten Hardware finden Sie unter http://www.suse.com/yessearch/Search.jsp.
SUSE Linux Enterprise Server unterstützt möglicherweise weitere IBM POWER-Systeme, die im Folgenden nicht aufgeführt sind. Aktuelle Informationen finden Sie im IBM Information Center für Linux unter http://publib.boulder.ibm.com/infocenter/lnxinfo/v3r0m0/index.jsp?topic=%2Fliaam%2Fliaamdistros.htm.
Die aktuelle Firmware finden Sie bei IBM FixCentral (http://www.ibm.com/support/fixcentral/). Wählen Sie das System in der Liste der Produktgruppen aus.
Es ist ein Webbrowser erforderlich, der eine Verbindung zu PowerKVM auf dem PowerLinux-Server herstellen kann. Mit diesem Webbrowser erledigen Sie die Schritte vor der Installation mithilfe der Kimchi-Web-Schnittstelle.
In diesem Abschnitt werden die Schritte beschrieben, die zur Vorbereitung vor der eigentlichen Installation von SUSE Linux Enterprise Server anfallen. Das Installationsverfahren richtet sich nach dem verwendeten System. Siehe die folgende Dokumentation:
Informationen zur Installation auf IBM PowerLinux-Servern mit IBM PowerKVM mithilfe von Kimchi finden Sie in Abschnitt 3.2.1, „Installation auf IBM PowerLinux-Servern mit IBM PowerKVM mithilfe von Kimchi“.
Wenn SUSE® Linux Enterprise Server auf mehreren Systemen oder Partitionen installiert werden soll, empfiehlt sich die Erstellung einer Netzwerkinstallationsquelle. Die Installationsquelle kann für die gleichzeitige Installation auf mehreren Partitionen oder Systemen verwendet werden. Informationen zur Konfiguration einer Netzwerkinstallationsquelle finden Sie in Abschnitt 14.2.1, „Einrichten eines Installationsservers mithilfe von YaST“.
Die Installation kann über einen VNC-Client gesteuert werden. Weitere Informationen zu VNC finden Sie unter Abschnitt 14.1.1, „Einfache Installation mit entferntem Zugriff über VNC – Statische Netzwerkkonfiguration“.
Um sich in die linuxppc-dev-Mailingliste einzutragen, melden Sie sich über die Formulare unter http://lists.ozlabs.org/listinfo/linuxppc-dev/ an. Die folgenden Links führen zu Informationen bezüglich der Wartung einer Installation:
http://www.suse.com/support/kb/ unterstützt Kunden wirksam bei der Lösung von Problemen. Sobald SUSE ein ernsthaftes Problem feststellt, wird dort ein entsprechender Artikel veröffentlicht. Sie durchsuchen dieses Portal am besten mit Suchwörtern wie POWER oder PowerKVM.
Sicherheitswarnungen finden Sie unter http://www.suse.com/support/security/. Darüber hinaus bietet SUSE zwei sicherheitsrelevante Mailinglisten an, die jeder abonnieren kann.
suse-security: Eine allgemeine Diskussion von Sicherheitsfragen zu Linux und SUSE. Alle Sicherheitswarnungen für SUSE Linux Enterprise Server werden an diese Liste gesendet.
suse-security-announce: Eine SUSE-Mailingliste speziell für Sicherheitswarnungen.
Dieser Abschnitt befasst sich mit der Vorbereitung für die Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf IBM PowerLinux-Systemen mit PowerKVM. Hier wird die Installation von einem ISO-Image über die Kimchi-Web-Schnittstelle erläutert. Kimchi ist ein Werkzeug für die Administration von IBM PowerKVM.
In diesem Abschnitt wird vorausgesetzt, dass PowerKVM auf dem IBM PowerLinux-Server ausgeführt wird. Falls PowerKVM nicht vorinstalliert ist, befolgen Sie die Anweisungen zum Installieren und Konfigurieren von PowerKVM unter „Configuring IBM PowerKVM on Power Systems“ (Konfigurieren von IBM PowerKVM auf Power-Systemen) unter http://www-01.ibm.com/support/knowledgecenter/linuxonibm/liabp/liabpkickoff.htm.
Schablonen fungieren als Installationsquelle für PowerKVM-Gäste.
Geben Sie im Webbrowser die URL des PowerLinux-Servers ein, auf dem PowerKVM ausgeführt wird, beispielsweise https://powerlinux_ip:8001 (ersetzen Sie powerlinux_ip durch die IP-Adresse Ihres Systems).
Klicken Sie auf den Karteireiter (Schablonen). Die Seite (Schablonen) wird geöffnet.
Zum Erstellen der SUSE Linux Enterprise Server-Schablone klicken Sie auf das grüne Pluszeichen ().
Geben Sie ein lokales oder ein entferntes ISO-Image von SUSE Linux Enterprise Server an.
Aktivieren Sie die Option (Ich möchte eine bestimmte ISO-Datei verwenden), und geben Sie den Pfad zur Datei des ISO-Image ein.
Zum Konfigurieren der soeben erstellten Schablone klicken Sie auf › , und ändern Sie die Werte gemäß Ihren Anforderungen.
Weitere Informationen finden Sie unter „Setting up a template using Kimchi“ (Einrichten einer Schablone mit Kimchi) unter http://www-01.ibm.com/support/knowledgecenter/linuxonibm/liabp/liabpkimchitemplate.htm.
Geben Sie im Webbrowser die URL des PowerLinux-Servers ein, auf dem PowerKVM ausgeführt wird, beispielsweise https://powerlinux_ip:8001 (ersetzen Sie powerlinux_ip durch die IP-Adresse Ihres Systems).
Klicken Sie auf den Karteireiter (Gäste). Die Seite (Gäste) wird geöffnet.
Zum Erstellen des SUSE Linux Enterprise Server-Gastes klicken Sie auf das grüne Pluszeichen ().
Geben Sie unter (Name des virtuellen Computers) einen Namen für den SUSE Linux Enterprise Server-Gast ein.
Wählen Sie die SUSE Linux Enterprise Server-Schablone aus, die Sie in Abschnitt 3.2.1.1, „Erstellen einer SUSE Linux Enterprise Server-Schablone mit Kimchi“ erstellt haben, und klicken Sie auf .
Der SUSE Linux Enterprise Server-Gast wird erstellt und kann nun gestartet werden.
Zum Starten des SUSE Linux Enterprise Server-Gastes klicken Sie auf den roten Ein-/Aus-Schalter. Alternativ wählen Sie im Dropdown-Menü (Aktionen) die Option (Starten).
Klicken Sie auf › , und verbinden Sie den VNC-Viewer mit dem Installationsprogramm (siehe Abschnitt 14.5.1.2, „Herstellen der Verbindung mit dem Installationsprogramm“).
Nun können Sie die Standardinstallation über VNC fortsetzen.
virt-install #
Wenn mehrere virtuelle Computer auf IBM PowerLinux Server-Systemen installiert werden sollen, verwenden Sie alternativ das Kommandozeilenwerkzeug virt-install. virt-install unterstützt zahlreiche Installationsszenarien. Im Folgenden wird die Installation im Fernverfahren mit VNC und PXE-Boot erläutert. Weitere Informationen zu virt-install finden Sie in Section “Installing from the Command Line with virt-install”, Chapter 9, Guest Installation, Virtualization Guide.
Bereiten Sie ein Repository mit den Installationsquellen und einem PXE-Boot-fähigen Zielsystem vor (siehe Abschnitt 14.1.3, „Installation auf entfernten Systemen über VNC – PXE-Boot und Wake-on-LAN“).
Geben Sie Folgendes in die Kommandozeile ein (passen Sie dabei die Option gemäß Ihren Anforderungen und der Hardware an):
virt-install --name server_sle12 --memory 4096 --vcpus=2 --pxe \ --graphics vnc --os-variant sles12 \ --disk pool=default,size=3000,format=qcow2,allocation=1G,bus=virtio \ -w mac=mac_address,model=spapr-vlan
Hierbei wird die grafische VNC-Oberfläche verwendet, und der grafische Client wird automatisch gestartet.