In diesem Kapitel wird beschrieben, wie Sie die Installation von SUSE® Linux Enterprise Server auf IBM System z-Systemen vorbereiten. Hier finden Sie alle Informationen, die zur Vorbereitung der Installation auf der LPAR- und z/VM-Seite erforderlich sind.
Dieser Abschnitt gibt grundlegende Informationen zu den Systemvoraussetzungen (z. B. zur unterstützten Hardware), zur MicroCode-Ebene und zur Software. Außerdem werden die verschiedenen Installationstypen vorgestellt, und es wird erläutert, wie Sie einen IPL-Vorgang bei der ersten Installation ausführen. Ausführliche technische Informationen zu IBM System z unter SUSE Linux Enterprise Server finden Sie unter http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/documentation_suse.html.
Dieser Abschnitt enthält eine Liste der Hardwarekomponenten für IBM System z, die von SUSE Linux Enterprise Server unterstützt werden. Als Nächstes wird die MicroCode-Ebene (MCL) erläutert, die in Ihrem IBM System z benutzt wird. Dies ist äußerst wichtig für die Installation. Zusätzliche Software, die installiert werden und für die Installation genutzt werden kann, wird am Ende dieses Abschnitts aufgeführt.
SUSE Linux Enterprise Server läuft problemlos auf den folgenden Plattformen:
IBM zEnterprise System z196 2817
IBM zEnterprise System z114 2818
IBM zEnterprise EC12 (zEC12) 2827
IBM zEnterprise BC12 (zBC12) 2828
Für verschiedene Installationsmethoden gelten bei der Installation unterschiedliche Speicheranforderungen. Nach Abschluss der Installation kann der Systemadministrator den Arbeitsspeicher auf die gewünschte Größe reduzieren. SUSE empfiehlt die Verwendung von:
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1 GB |
Für die Installation unter z/VM. |
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1 GB |
Für die Installation unter LPAR. |
Für die Installation von NFS-, FTP- oder SMB-Installationsquellen oder bei der Verwendung von VNC sind mindestens 512 MB Arbeitsspeicher erforderlich. Andernfalls schlägt der Installationsversuch wahrscheinlich fehl. Beachten Sie außerdem, dass die Anzahl der für den z/VM-Gast oder das LPAR-Image sichtbaren Geräte die Speicheranforderungen beeinflusst. Die Installation mit buchstäblich Hunderten von zugänglichen Geräten (selbst wenn sie für die Installation nicht verwendet werden) kann mehr Speicher erfordern.
Die Anforderungen an die Festplatte hängen im Wesentlichen von der Installation ab. Gewöhnlich benötigen Sie mehr Speicherplatz als die Installationssoftware alleine, damit ein System ordnungsgemäß arbeitet. Mindestanforderungen für verschiedene Optionen:
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800 MB |
Minimalinstallation |
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1,4 GB |
Minimalinstallation + Basissystem |
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2,6 GB |
Standardinstallation |
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3,6 GB+ |
Empfohlen (mit grafischem Desktop, Entwicklungspaketen und JAVA). |
Für die Kommunikation mit dem SUSE Linux Enterprise Server-System wird eine Netzwerkverbindung benötigt. Dabei kann es sich um eine oder mehrere der folgenden Verbindungen oder Netzwerkkarten handeln:
OSA Express Ethernet (einschließlich Fast und Gigabit Ethernet)
HiperSockets oder Gast-LAN
10 GBE, VSWITCH
RoCE (RDMA over Converged Ethernet)
Folgende Schnittstellen sind noch enthalten, werden aber nicht mehr unterstützt:
CTC (oder virtuelles CTC)
ESCON
IP-Netzwerkschnittstelle für IUCV
Eine Dokumentation zu den Einschränkungen und Anforderungen für diese Version von SUSE Linux Enterprise Server finden Sie bei IBM developerWorks unter http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/documentation_suse.html. Es wird empfohlen, immer den höchsten verfügbaren Service-Level zu verwenden. Erfragen Sie die Mindestanforderungen bei Ihrem IBM-Support.
z/VM 5.4
z/VM 6.2
z/VM 6.3
Besprechen Sie die Installationsreihenfolge mit Ihrem IBM-Support, da es eventuell erforderlich ist, die VM APARs vor der Installation der neuen MicroCode-Levels zu aktivieren.
Beim Installieren von SUSE Linux Enterprise Server über nicht Linux-gestütztes NFS oder FTP können Probleme mit der NFS- oder FTP-Serversoftware auftreten. Der Windows-Standard-FTP-Server kann Fehler verursachen, daher wird auf diesen Computern generell eine Installation über SMB empfohlen.
Zum Herstellen einer Verbindung mit dem SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem ist eine der folgenden Methoden erforderlich (SSH oder VNC wird empfohlen):
SSH ist ein Unix-Standardwerkzeug, das auf jedem Unix- oder Linux-System vorhanden sein sollte. Für Windows gibt es einen SSH-Client mit dem Namen Putty. Es ist frei benutzbar und verfügbar unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/.
Für Linux ist der VNC-Client vncviewer in SUSE Linux Enterprise Server als Teil des tightvnc-Pakets inbegriffen. Für Windows ist tightvnc ebenfalls erhältlich. Laden Sie es von http://www.tightvnc.com/ herunter. Verwenden Sie alternativ den VNC Java-Client und einen Java-fähigen Webbrowser.
Suchen Sie eine geeignete X-Server-Implementierung auf jedem beliebigen Linux- oder Unix-Arbeitsplatzrechner. Für Windows und Macintosh sind zahlreiche kommerzielle X-Window-Systemumgebungen erhältlich. Einige können als kostenlose Testversionen heruntergeladen werden. Eine Testversion von Mocha X Server von MochaSoft kann unter http://www.mochasoft.dk/freeware/x11.htm bezogen werden.
Beachten Sie die README-Datei im Root-Verzeichnis der DVD 1 von SUSE Linux Enterprise Server, bevor Sie SUSE Linux Enterprise Server auf IBM System z installieren. Diese Datei ergänzt die Dokumentation in diesem Handbuch.
In diesem Abschnitt finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Installationstypen für SUSE Linux Enterprise Server auf IBM System z:
Installation von SUSE Linux Enterprise Server anhand einer logischen Partition (LPAR).
Installation von SUSE Linux Enterprise Server als Gastbetriebssystem in z/VM.
Abhängig vom Modus der Installation (LPAR oder z/VM) gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Start des Installationsvorgangs und Ausführen eines IPL-Vorgangs für das installierte System.
Wenn Sie SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z in eine logische Partition (LPAR) installieren, weisen Sie der Instanz die nötigen Arbeitsspeicher- und Prozessorressourcen zu. Installation in LPAR wird für stark belastete Produktionscomputer empfohlen. Durch die Ausführung in einer LPAR stehen außerdem höhere Sicherheitsstandards zur Verfügung. Netzwerkverbindungen zwischen LPARs werden über externe Schnittstellen oder Hipersockets ermöglicht. Wenn Sie die Installation für die Virtualisierung mit KVM einsetzen möchten, wird die Installation in einer LPAR dringend empfohlen.
Die Ausführung von SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z in z/VM bedeutet, dass SUSE Linux Enterprise Server als Gastsystem in z/VM fungiert. Ein Vorteil dieses Modus ist, dass Sie von z/VM die volle Kontrolle über SUSE Linux Enterprise Server haben. Dies ist sehr nützlich für Kernel-Entwicklung oder Kernel-basierte Fehlersuche. Es ist auch sehr einfach, Hardware zu Linux-Gästen hinzuzufügen oder von ihnen zu entfernen. Das Anlegen von SUSE Linux Enterprise Server-Gästen ist einfach, und Sie können Hunderte von Linux-Instanzen gleichzeitig ausführen.
Dieser Abschnitt bietet die Informationen, die Sie zur Ausführung eines IPL für die erste Installation benötigen. Abhängig von der Art der Installation müssen unterschiedliche Optionen verwendet werden. Es werden der VM-Reader, das Laden von CD-ROM oder von einem Server sowie das Laden von einer per SCSI verbundenen DVD-ROM vorgestellt. Die Installation der Softwarepakete, die über das Netzwerk erfolgt, benötigt das IPL-Medium nicht.
Übertragen Sie für die Ausführung des IPL von einem VM-Reader zunächst die erforderlichen Dateien in den Reader. Zur Vereinfachung der Administration wird empfohlen, den Benutzer linuxmnt anzulegen, der eine Minidisk mit den Dateien und Skripten besitzt, die für IPL benötigt werden. Auf diese Minidisk greifen dann die Linux-Gäste im Nur-Lese-Modus zu.
Für den IPL-Vorgang auf eine LPAR kann das Kernel-Image entweder direkt vom CD/DVD-ROM-Gerät der SE oder HMC geladen werden oder von jedem fernen System, das über FTP zugänglich ist. Diese Funktion kann von der HMC ausgeführt werden. Für die Installation ist eine Datei mit einer Zuordnung des Speicherorts der Installationsdaten im Dateisystem sowie den Arbeitsspeicherpositionen erforderlich, an die die Daten kopiert werden sollen. Für SUSE Linux Enterprise Server heißt diese Datei suse.ins; sie befindet sich im Root-Verzeichnis des Dateisystems auf DVD 1.
Erweitern Sie im linken Navigationsbereich der HMC den Eintrag › , und wählen Sie das Mainframe-System aus, mit dem Sie arbeiten möchten. Wählen Sie die LPAR, in der SUSE Linux Enterprise Server gebootet werden soll, in der Tabelle der LPARs aus, und wählen Sie (Von Wechselmedium oder Server laden).
Wählen Sie (CD-ROM/DVD der HMC) oder (FTP-Quelle) aus. Bei Auswahl der letzteren Option müssen Sie die Adresse oder den Namen des Servers und Ihren Berechtigungsnachweis eingeben. Falls sich die Datei suse.ins nicht im Root-Verzeichnis des Servers befindet, müssen Sie den Pfad dieser Datei angeben. Navigieren Sie zum Menü (Zu ladende Software auswählen) und wählen Sie dort den Eintrag suse.ins aus. Starten Sie die Installation mit .
Zur Ausführung von IPL von einer SCSI-DVD benötigen Sie Zugriff auf einen FCP-Adapter, der mit einem DVD-Laufwerk verbunden ist. Darüber hinaus benötigen Sie Werte wie die WWPN und die LUN vom SCSI-Laufwerk. Weitere Informationen finden Sie unter Abschnitt 4.2.4.1.2, „IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD“.
Zur Ausführung von IPL vom Netzwerk mit zPXE ist ein Cobbler-Server mit Kernel, RAM-Datenträger und parmfile erforderlich. Es wird durch Ausführung des ZPXE EXEC-Skripts initiiert. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 4.2.1.3, „Verwenden eines Cobbler-Servers für zPXE“. zPXE ist nur auf z/VM verfügbar.
In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie die Daten zur Installation bereitstellen, SUSE Linux Enterprise Server mit verschiedenen Methoden installieren und den IPL-Vorgang des SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystems vorbereiten und ausführen. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen zur Konfiguration der Netzwerkinstallation.
In diesem Abschnitt finden Sie ausführliche Informationen dazu, wie Sie die Installationsdaten für SUSE Linux Enterprise Server auf IBM System z zur Installation bereitstellen. Je nach Computer- und Systemumgebung treffen Sie eine Auswahl zwischen der NFS- oder FTP-Installation. Wenn Sie in Ihrer Umgebung Microsoft Windows-Arbeitsstationen ausführen, können Sie auch das Windows-Netzwerk einschließlich des SMB-Protokolls für die Installation von SUSE Linux Enterprise Server auf dem IBM System z-System verwenden.
Seit Service Pack 1 von SUSE Linux Enterprise Server Version 10 kann IPL von DVD ausgeführt und die DVD als Installationsmedium verwendet werden. Dies ist besonders praktisch, wenn Beschränkungen für das Einrichten eines Installationsservers bestehen, der Installationsmedien über das Netzwerk bereitstellt. Voraussetzung ist ein per FCP angeschlossenes SCSI-DVD-Laufwerk.
Es ist nicht möglich, von einer Festplatte zu installieren, indem der Inhalt der DVD auf eine Partition auf einem DASD kopiert wird.
Wenn Sie in Ihrer Rechnerumgebung einen Linux-Arbeitsplatzrechner ausführen, stellen Sie hierüber die Installationsdaten für den Installationsvorgang für das IBM System z mit NFS oder FTP bereit. Wenn der Linux-Arbeitsplatzrechner unter SUSE Linux Enterprise Server ausgeführt wird, können Sie einen Installationsserver (NFS oder FTP) über das YaST-Modul einrichten, wie unter Abschnitt 14.2.1, „Einrichten eines Installationsservers mithilfe von YaST“ beschrieben.
Die Installationsmedien werden über NFS (Network File System) verfügbar gemacht.
Durch das Exportieren des Dateisystem-Root (/) werden eingehängte Geräte (z. B. DVD) nicht automatisch exportiert. Der Einhängepunkt muss in /etc/exports explizit angegeben werden:
/media/dvd *(ro)
Führen Sie nach der Änderung dieser Datei den Neustart des NFS-Servers mit dem Befehl sudo systemctl restart nfsserver.service durch.
Das Einrichten eines FTP-Servers auf einem Linux-System umfasst die Installation der Serversoftware (z. B. wuftpd oder proftpd) sowie mögliche weitere Konfigurationsaufgaben. Mit YaST gestaltet sich der Installationsschritt ganz einfach: Wählen Sie das zu installierende Paket aus und starten Sie die Installation. Überspringen Sie die Konfiguration des FTP-Servers, wenn für die Installation kein anonymes FTP (File Transfer Protocol) verwendet werden soll. Führen Sie stattdessen die FTP-Anmeldung mit gültigem Benutzernamen und Passwort durch. Im Bedarfsfall kann ausschließlich für diese Aufgabe ein Benutzerkonto erstellt werden. Der FTP-Daemon muss nicht manuell gestartet werden. Wenn eine FTP-Verbindung angefordert wird, kann er mit „inetd“ gestartet werden. Geben Sie zur Aktivierung der neuen Einstellungen rcxinetd restart ein.
DVD 1 für SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z enthält ein bootfähiges Linux-Image für Intel-gestützte Arbeitsplatzrechner sowie ein Image für System z.
Booten Sie für Intel-basierte Arbeitsplatzrechner von dieser DVD, beantworten Sie die Fragen hinsichtlich bevorzugter Sprache und Tastaturbelegung und wählen Sie dann (Rettungssystem starten) aus. Hierfür sind mindestens 64 MB RAM erforderlich. Festplattenspeicher wird nicht benötigt, da sich das gesamte Rettungssystem im RAM (Random Accesss Memory) des Arbeitsplatzrechners befindet. Dieser Ansatz setzt ausreichend Erfahrung mit Linux und Netzwerken voraus, da die Netzwerkfunktionen des Arbeitsplatzrechners manuell eingerichtet werden müssen.
Führen Sie unter System z, für Ihren LPAR/VM-Gast IPL von dieser DVD aus, wie in Abschnitt 4.2.4.1.2, „IPL von per FCP angeschlossener SCSI-DVD“ beschrieben. Nach der Eingabe Ihrer Netzwerkparameter behandelt das Installationssystem die DVD als Quelle der Installationsdaten. Da an System z kein X11-fähiges Terminal direkt angeschlossen werden kann, wählen Sie zwischen VNC- und SSH-Installation. SSH bietet auch eine grafische Installation durch Tunneling der X-Verbindung über SSH mit ssh -X.
Wenn in Ihrem Netzwerk eine Microsoft Windows-Arbeitsstation verfügbar ist, verwenden Sie diesen Computer zur Bereitstellung der Installationsmedien. Am einfachsten lässt sich dies mithilfe des SMB-(Server Message Block-)Protokolls bewerkstelligen, das bereits in das Windows-Betriebssystem integriert ist. Aktivieren Sie in jedem Fall , da hierdurch die Verkapselung von SMB-Paketen in TCP/IP-(Transmission Control Protocol/Internet Protocol-)Pakete ermöglicht wird. Detaillierte Informationen finden Sie in der Windows-Online-Hilfe bzw. in anderen Windows-Dokumentationen, die sich auf Netzwerke beziehen. Sie können auch FTP (File Transfer Protocol) verwenden. Auch hierfür ist Drittanbieter-Software für Windows erforderlich.
Wenn Sie die Installationsmedien über SMB bereitstellen möchten, legen Sie die SUSE Linux Enterprise Server-DVD 1 in das DVD-Laufwerk der Windows-Arbeitsstation ein. Erstellen Sie dann unter Verwendung des Laufwerkbuchstabens des DVD-ROM-Laufwerks eine neue Freigabe und stellen Sie sie für sämtliche Benutzer im Netzwerk bereit.
Der Installationspfad in YaST kann wie folgt lauten:
smb://DOMAIN;USER:PW@SERVERNAME/SHAREPATH
Die Platzhalter bedeuten dabei Folgendes:
Optionale Arbeitsgruppe oder Active Directory-Domäne.
Optionaler Benutzername und Passwort eines Benutzers, der auf diesen Server und seine Freigabe zugreifen kann.
Name des Servers, auf dem sich die Freigabe(n) befinden.
Pfad für die Freigabe(n).
Ziehen Sie die im Lieferumfang des Drittanbieter-Produkts enthaltene Dokumentation zurate, mit dem NFS-Serverdienste für Ihre Windows-Arbeitsstation aktiviert werden. Das DVD-ROM-Laufwerk, in das die SUSE Linux Enterprise Server-DVDs eingelegt sind, muss sich im verfügbaren NFS-Pfad befinden.
Ziehen Sie die im Lieferumfang des Drittanbieter-Produkts enthaltene Dokumentation zurate, mit dem FTP-Serverdienste auf Ihrer Windows-Arbeitsstation aktiviert werden. Das DVD-ROM-Laufwerk, in das die SUSE Linux Enterprise Server-DVDs eingelegt sind, muss sich im verfügbaren FTP-Pfad befinden.
Der in einigen Versionen von Microsoft Windows enthaltene FTP-Server implementiert lediglich eine Teilmenge des FTP-Kommandosatzes und ist für die Bereitstellung der Installationsdaten nicht geeignet. Andere Produkte, beispielsweise der FTP-Server von Hummingbird Exceed bzw. WAR-FTPD, funktionieren Berichten zufolge ordnungsgemäß.
Nachdem Sie den IPL-Vorgang, wie in Abschnitt 4.1.3.3, „Laden von einer per SCSI verbundenen DVD“ beschrieben, durchgeführt haben, verwendet das Installationssystem die DVD als Installationsmedium. In diesem Fall benötigen Sie die Installationsmedien nicht auf einem FTP-, NFS- oder SMB-Server. Jedoch benötigen Sie die Netzwerkkonfigurationsdaten für Ihren SUSE Linux Enterprise Server, da Sie das Netzwerk während der Installation zur Ausführung einer grafischen Installation per VNC oder X-Tunneling durch SSH einrichten müssen.
Zur Ausführung von IPL vom Netzwerk ist ein Cobbler-Server mit Kernel, initrd und Installationsdaten erforderlich. Der Cobbler-Server wird in vier Schritten vorbereitet:
Importieren der Installationsdaten
Hinzufügen einer Distribution
Hinzufügen von Profilen
Hinzufügen von Systemen
Zum Importieren der Medien muss die Installationsquelle auf dem Cobbler-Server verfügbar sein – wahlweise als DVD oder als Netzwerkquelle. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um die Daten zu importieren:
cobbler import --path=PATH1 --name=IDENTIFIER2 --arch=s390x
Einhängepunkt der Installationsdaten. | |
Eine Zeichenkette, die das importierte Produkt bezeichnet, z. B. „sles12_s390x“. Diese Zeichenkette wird als Name für das Unterverzeichnis verwendet, in das die Installationsdaten kopiert werden. Auf einem Cobbler-Server unter SUSE Linux Enterprise ist dies |
Durch das Hinzufügen einer Distribution weisen Sie Cobbler an, die für IPL erforderlichen Bestandteile (Kernel und initrd) über zPXE bereitzustellen. Zum Hinzufügen von SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z führen Sie das folgende Kommando auf dem Cobbler-Server aus:
cobbler distro add --arch=s390x --breed=suse --name="IDENTIFIER"1 \ --os-version=sles102 \ --initrd=/srv/www/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER/boot/s390x/initrd3 \ --kernel=/srv/www/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER/boot/s390x/linux4 \ --kopts="install=http://cobbler.example.com/cobbler/ks_mirror/IDENTIFIER"5
Benutzerdefinierte Kennung für die Distribution, beispielsweise „SLES 12 System z“. Muss eindeutig sein. | |
Kennung für das Betriebssystem. Verwenden Sie | |
Path für initrd. Der erste Teil des Pfads ( | |
Pfad des Kernels. Der erste Teil des Pfads ( | |
URL des Installationsverzeichnisses auf dem Cobbler-Server. |
Mithilfe eines Profils ergänzen Sie eine Distribution um zusätzliche Optionen; beispielsweise können Sie eine AutoYaST-Datei für die automatisierte Installation hinzufügen. Sie können mehrere Profile pro Distribution festlegen; mindestens ein Profil muss dabei zwingend erstellt werden.
cobbler profile add --name=PROFILENAME1 --distro=DISTRIBUTION2 --kickstart=PATH_TO_AUTOYAST_FILE3
Eindeutiger Name für das Profil. | |
Distribution, für die das Profil gelten soll. Verwenden Sie hier die Zeichenkette, die Sie mit | |
Geben Sie hier den Pfad zu einer AutoYaST-Datei für die automatisierte Installation an. Dieser Parameter ist optional. |
Als letzten Schritt fügen Sie Systeme zum Cobbler-Server hinzu. Für jeden System z-Gast, der über zPXE gebootet werden soll, muss ein System hinzugefügt werden. Gäste werden mit einer z/VM-Benutzer-ID bezeichnet. (Im nachfolgenden Beispiel wird die ID „LINUX01“ verwendet.) Führen Sie den folgenden Befehl aus, um ein System hinzuzufügen:
cobbler system add --name=LINUX01 --hostname=linux01.example.com \ --ip=192.168.2.103 --subnet=192.168.2.255 --netmask=255.255.255.0 \ --name-servers=192.168.1.116 --name-servers-search=example.com \ --gateway=192.168.2.1 --kopts="KERNEL_OPTIONS"
Mit der Option --kopts legen Sie die Kernel- und Installationsparameter fest, die ansonsten in der parmfile angegeben werden. Die Parameter werden (durch Leerzeichen getrennt) im Format PARAMETER1=VALUE1 PARAMETER2=VALUE2 eingegeben. Bei fehlenden Parametern werden Sie durch das Installationsprogramm zur Eingabe aufgefordert. Für eine vollständig automatisierte Installation müssen Sie alle Parameter für Netzwerke und DASDs angeben und eine AutoYaST-Datei bereitstellen. Im nachfolgenden Beispiel wird ein Gast mit einer OSA-Schnittstelle dargestellt, der die obigen Netzwerkparameter nutzt.
--kopts=" \ AutoYaST=http://192.168.0.5/autoinst.xml \ Hostname=linux01.example.com \ Domain=example.com \ HostIP=192.168.2.103 \ Gateway=192.168.2.1 \ Nameserver=192.168.1.116 \ Searchdns=example.com \ InstNetDev=osa; \ Netmask=255.255.255.0 \ Broadcast=192.168.2.255 \ OsaInterface=qdio \ Layer2=0 \ PortNo=0 \ ReadChannel=0.0.0700 \ WriteChannel=0.0701 \ DataChannel=0.0.0702 \ Portname=DT70 \ DASD=600"
In diesem Abschnitt finden Sie Informationen dazu, welche Schritte zur Installation von SUSE Linux Enterprise Server in den einzelnen Installationsmodi durchgeführt werden müssen und wo sich die entsprechenden Informationen befinden. Halten Sie sich nach Abschluss der in den vorherigen Kapiteln erwähnten Vorbereitungsschritte an den Installationsüberblick des gewünschten Installationsmodus, um SUSE Linux Enterprise Server auf Ihrem System zu installieren.
Wie in Abschnitt 4.2.1, „Bereitstellen der Installationsdaten“ beschrieben, gibt es zwei unterschiedliche Installationsmodi für Linux auf IBM System z:
LPAR-Installation
z/VM-Installation
Bereiten Sie die für die Installation benötigten Geräte vor. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.3.1, „LPAR-Installation“.
Führen Sie den IPL-(Initial Program Load-)Vorgang für das Installationssystem durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.4.1, „LPAR-Installation“.
Konfigurieren Sie das Netzwerk. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.5, „Netzwerkkonfiguration“.
Stellen Sie eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem her. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.6, „Herstellen einer Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem“.
Starten Sie die Installation mit YaST, und führen Sie den IPL-Vorgang für das installierte System durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Kapitel 6, Installation mit YaST.
Bereiten Sie die für die Installation benötigten Geräte vor. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.3.2, „z/VM-Installation“.
Führen Sie den IPL-(Initial Program Load-)Vorgang für das Installationssystem durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.4.2, „z/VM-Installation“.
Konfigurieren Sie das Netzwerk. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.5, „Netzwerkkonfiguration“.
Stellen Sie eine Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem her. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.2.6, „Herstellen einer Verbindung zum SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem“.
Starten Sie die Installation mit YaST, und führen Sie den IPL-Vorgang für das installierte System durch. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Kapitel 6, Installation mit YaST.
Konfigurieren Sie Ihr IBM System z-System so, dass der Start im ESA/S390- oder Nur-Linux-Modus erfolgt (mit entsprechendem Aktivierungsprofil und IOCDS). Ziehen Sie für weitere Informationen hierzu die IBM-Dokumentation zurate. Fahren Sie mit Abschnitt 4.2.4.1, „LPAR-Installation“ fort.
Zunächst werden ein oder mehrere DASDs im System hinzugefügt, zur Verwendung durch den Linux-Guest-Benutzer in z/VM. Dann wird ein neuer Benutzer in z/VM erstellt. Das Beispiel zeigt ein Verzeichnis für einen Benutzer LINUX1 mit Passwort LINPWD, 1 GB Speicher (auf maximal 2 GB erweiterbar), 32 MB erweitertes RAM (XSTORE), einigen Minidisks (MDISK), zwei CPUs und einem OSA-QDIO-Gerät.
Wenn Sie einem z/VM-Guest-Benutzer Speicher zuweisen, vergewissern Sie sich, dass die Speichergröße auf die Anforderungen des bevorzugten Installationstyps abgestimmt ist. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Abschnitt 4.1.1.1.1, „Arbeitsspeicheranforderungen“. Um die Arbeitsspeichergröße auf 1 GB einzustellen, verwenden Sie den Befehl CP DEFINE STORAGE 1G. Setzen Sie nach dem Abschluss der Installation die Arbeitsspeichergröße auf den gewünschten Wert zurück.
USER LINUX1 LINPWD 1024M 2048M G *____________________________________________ * LINUX1 *____________________________________________ * This VM Linux guest has two CPUs defined. CPU 01 CPUID 111111 CPU 02 CPUID 111222 IPL CMS PARM AUTOCR IUCV ANY IUCV ALLOW MACH ESA 10 OPTION MAINTCCW RMCHINFO SHARE RELATIVE 2000 XSTORE 32M CONSOLE 01C0 3270 A SPOOL 000C 2540 READER * SPOOL 000D 2540 PUNCH A SPOOL 000E 3203 A * OSA QDIO DEVICE DEFINITIONS DEDICATE 9A0 9A0 DEDICATE 9A1 9A1 DEDICATE 9A2 9A2 * LINK MAINT 0190 0190 RR LINK MAINT 019E 019E RR LINK MAINT 019D 019D RR * MINIDISK DEFINITIONS MDISK 201 3390 0001 0050 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME MDISK 150 3390 0052 0200 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME MDISK 151 3390 0253 2800 DASD40 MR ONE4ME TWO4ME THR4ME
In diesem Beispiel wird Minidisk 201 als Home-Disk des Guest-Benutzers verwendet. Minidisk 150 mit 200 Zylindern ist das Linux-Auslagerungsgerät. Auf Disk 151 mit 2800 Zylindern wird die Linux-Installation verwaltet.
Fügen Sie nun (als Benutzer MAINT) den Guest-Benutzer mit DIRM FOR LINUX1 ADD dem Benutzerverzeichnis hinzu. Geben Sie den Namen des Guest-Benutzers ein (LINUX1) und drücken Sie F5. Verwenden Sie zur Einrichtung der Umgebung des Benutzers Folgendes:
DIRM DIRECT DIRM USER WITHPASS
Das letzte Kommando gibt eine Reader-Dateinummer zurück. Diese Nummer wird für den nächsten Befehl benötigt:
RECEIVE <number> USER DIRECT A (REPL)
Sie können sich nun als Guest-Benutzer LINUX1 anmelden.
Wenn die Option dirmaint nicht verfügbar ist, konsultieren Sie die IBM-Dokumentation dazu, wie dieser Benutzer eingerichtet wird.
Fahren Sie mit Abschnitt 4.2.4.2, „z/VM-Installation“ fort.
Für das Ausführen des IPL-Vorgangs für SUSE Linux Enterprise Server in einer LPAR stehen mehrere Methoden zur Auswahl. Die bevorzugte Vorgehensweise ist die Funktion von SE bzw. HMC.
Markieren Sie die LPAR für die Installation und wählen Sie aus. Lassen Sie das Feld für den Dateispeicherort frei oder geben Sie den Pfad zum root-Verzeichnis der ersten DVD-ROM ein und wählen Sie die Option zum Fortfahren aus. Aktivieren Sie in der daraufhin angezeigten Liste mit Optionen die Standardauswahl. In den Kernel-Boot-Meldungen sollte nun angezeigt werden.
Sie können den -Vorgang verwenden, indem Sie als für IPL von SCSI auswählen. Geben Sie den WWPN (Worldwide Port Name) und die LUN (Logical unit number) ein, die Ihre SCSI-Bridge oder Ihr SCSI-Speicher bereitstellt (16 Stellen – unterdrücken Sie auf keinen Fall die angehängten Nullen). Die Boot-Programmauswahl muss 2 sein. Verwenden Sie Ihren FCP-Adapter als und führen Sie einen IPL-Vorgang durch.
In diesem Abschnitt wird der IPL-Vorgang für das Installationssystem zur Installation von SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z auf einem z/VM-System beschrieben.
Sie benötigen eine funktionierende TCP/IP-Verbindung und ein FTP-Clientprogramm in Ihrem neu definierten z/VM-Gast, um das Installationssystem per FTP zu übertragen. Die TCP/IP-Einrichtung für z/VM würde den Rahmen dieses Handbuchs sprengen. Ziehen Sie die entsprechende IBM-Dokumentation zurate.
Melden Sie sich für den IPL-Vorgang als z/VM-Linux-Guest-Benutzer an. Stellen Sie den Inhalt des Verzeichnisses /boot/s390x auf DVD 1 von SUSE Linux Enterprise Server für IBM System z über FTP in Ihrem Netzwerk bereit. Aus diesem Verzeichnis benötigen Sie die Dateien linux, initrd, parmfile und sles12.exec. Übertragen Sie die Dateien mit einer festen Blockgröße von 80 Zeichen. Geben Sie die Größe mithilfe des FTP-Kommandos locsite fix 80 an. linux (der Linux-Kernel) und initrd (das Installations-Image) müssen in jedem Fall als Binärdateien kopiert werden, Sie sollten folglich den binary-Übertragungsmodus verwenden. parmfile und sles12.exec müssen im ASCII-Modus übertragen werden.
Aus dem Beispiel gehen die erforderlichen Schritte hervor. In diesem Beispiel ist der Zugriff auf die erforderlichen Dateien von einem FTP-Server mit IP-Adresse 192.168.0.3 möglich; die Anmeldung erfolgt mit lininst. Diese Angabe kann je nach Netzwerk variieren.
FTP 192.168.0.3 VM TCP/IP FTP Level 530 Connecting to 192.168.0.3, port 21 220 ftpserver FTP server (Version wu-2.4.2-academ[BETA-18](1) Thu Feb 11 16:09:02 GMT 2010) ready. USER lininst 331 Password required for lininst PASS ****** 230 User lininst logged in. Command: binary 200 Type set to I Command: locsite fix 80 Command: get /media/dvd1/boot/s390x/linux sles12.linux 200 PORT Command successful 150 Opening BINARY mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/linux (10664192 bytes) 226 Transfer complete. 10664192 bytes transferred in 13.91 seconds. Transfer rate 766.70 Kbytes/sec. Command: get /media/dvd1/boot/s390x/initrd sles12.initrd 200 PORT Command successful 150 Opening BINARY mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/initrd (21403276 bytes) 226 Transfer complete. 21403276 bytes transferred in 27.916 seconds. Transfer rate 766.70 Kbytes/sec. Command: ascii 200 Type set to A Command: get /media/dvd1/boot/s390x/parmfile sles12.parmfile 150 Opening ASCII mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/parmfile (5 bytes) 226 Transfer complete. 5 bytes transferred in 0.092 seconds. Transfer rate 0.05 Kbytes/sec. Command: get /media/dvd1/boot/s390x/sles12.exec sles12.exec 150 Opening ASCII mode data connection for /media/dvd1/boot/s390x/sles12.exec (891 bytes) 226 Transfer complete. 891 bytes transferred in 0.097 seconds. Transfer rate 0.89 Kbytes/sec. Command: quit
Verwenden Sie das heruntergeladene REXX-Skript sles12.exec, um den IPL-Vorgang für das Linux-Installationssystem auszuführen. Mit diesem Skript werden Kernel, parmfile sowie der anfängliche RAM-Datenträger für den IPL-Vorgang in den Reader geladen.
/* REXX LOAD EXEC FOR SUSE LINUX S/390 VM GUESTS */ /* LOADS SUSE LINUX S/390 FILES INTO READER */ SAY '' SAY 'LOADING SLES12 FILES INTO READER...' 'CP CLOSE RDR' 'PURGE RDR ALL' 'SPOOL PUNCH * RDR' 'PUNCH SLES12 LINUX A (NOH' 'PUNCH SLES12 PARMFILE A (NOH' 'PUNCH SLES12 INITRD A (NOH' 'IPL 00C'
Mithilfe dieses Skripts führen Sie den IPL-Vorgang für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem mit dem Kommando sles12 aus. Daraufhin wird der Linux-Kernel gestartet und gibt eine Boot-Meldung aus.
Fahren Sie zur weiteren Installation mit Abschnitt 4.2.5, „Netzwerkkonfiguration“ fort.
Bereiten Sie für die Ausführung des IPL-Vorgangs in z/VM den SCSI-IPL-Vorgang mithilfe des Parameters SET LOADDEV vor:
SET LOADDEV PORTNAME 200400E8 00D74E00 LUN 00020000 00000000 BOOT 2
Führen Sie nach der Festlegung des LOADDEV-Parameters mit den entsprechenden Werten den IPL-Vorgang Ihres FCP-Parameters durch, z. B.:
IPL FC00
Fahren Sie zur weiteren Installation mit Abschnitt 4.2.5, „Netzwerkkonfiguration“ fort.
Zur Ausführung von IPL über einen Cobbler-Server mit zPXE übertragen Sie das Skript zpxe.exec per FTP vom Cobbler-Server an den z/VM-Gast. Der z/VM-Gast benötigt eine funktionsfähige TCP/IP-Verbindung und ein FTP-Client-Programm.
Melden Sie sich als z/VM Linux-Gast bei IPL an, und übertragen Sie das Skript mit einer festen Größe von 80 Zeichen im ASCII-Modus (ein Beispiel finden Sie unter Beispiel 4.2, „Übertragen der Binärdateien über FTP“). Das Skript zpxe.exec befindet sich auf dem Cobbler-Server unter ftp://IP_OF_COBBLER_SERVER/zSERIES_INSTALLATION_DIRECTORY/boot/s390x/zpxe.exec. Der genaue Speicherort von zSERIES_INSTALLATION_DIRECTORY ist abhängig vom Speicherort auf dem Cobbler-Server, in den Sie die Installationsdaten kopiert haben (weitere Informationen siehe Abschnitt 4.2.1.3.1, „Importieren der Installationsdaten“).
zpxe.exec ersetzt die Datei PROFILE EXEC des Gastes. Fertigen Sie eine Sicherungskopie der vorhandenen Datei PROFILE EXEC an, und benennen Sie ZPXE EXEC in PROFILE EXEC um. Alternativ rufen Sie ZPXE EXEC aus der vorhandenen PROFILE EXEC auf. Geben Sie hierzu eine neue Zeile mit dem folgenden Inhalt ein: 'ZPXE EXEC'.
Im letzten Schritt erstellen Sie eine Konfigurationsdatei (ZPXE CONF), in der Sie ZPXE EXEC anweisen, welcher Cobbler-Server kontaktiert und für welchen Datenträger der IPL-Vorgang ausgeführt werden soll. Führen Sie xedit zpxe conf a aus, und erstellen Sie ZPXE CONF mit dem folgenden Inhalt (Beispieldaten entsprechend ersetzen):
HOST cobbler.example.com IPLDISK 600
Beim nächsten Anmelden beim z/VM-Gast wird eine Verbindung zum Cobbler-Server hergestellt. Wenn eine Installation auf dem Cobbler-Server geplant ist, so wird sie gestartet. Zum Planen der Installation führen Sie den folgenden Befehl auf dem Cobbler-Server aus:
cobbler system edit --name ID1 --netboot-enabled 12 --profile PROFILENAME3
z/VM-Benutzer-ID. | |
Aktivieren der IPL-Ausführung vom Netzwerk. | |
Name eines vorhandenen Profils (siehe Abschnitt 4.2.1.3.3, „Hinzufügen von Profilen“). |
Warten Sie, bis der Kernel seine Startroutinen abgeschlossen hat. Wenn Sie die Installation im Basismodus oder in einer LPAR vornehmen, rufen Sie in HMC bzw. SE auf.
Wählen Sie zunächst im Linuxrc-Hauptmenü und dann , um den Installationsvorgang zu starten. Wählen Sie als Ihr Installationsmedium aus und danach den Netzwerkprotokolltyp, den Sie zur Installation verwenden möchten. Abschnitt 4.2.1, „Bereitstellen der Installationsdaten“ beschreibt, wie die Installationsdaten für die unterschiedlichen Arten von Netzwerkverbindungen bereitgestellt werden. Zurzeit werden , , und (Windows-Dateifreigabe) unterstützt.
Wählen Sie nun ein OSA- oder HiperSockets-Netzwerkgerät, über das die Installationsdaten empfangen werden sollen, aus der Liste der verfügbaren Geräte aus. Diese Liste enthält möglicherweise auch CTC-, ESCON- oder IUCV-Geräte, die jedoch unter SUSE Linux Enterprise Server nicht mehr unterstützt werden.
Wählen Sie ein Hipersocket-Gerät aus der Liste der Netzwerkgeräte aus. Geben Sie dann die Nummer für den Lese-, Schreib- und Datenkanal ein:
Choose the network device. 1) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0600) 2) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0601) 3) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0602) 4) IBM Hipersocket (0.0.0800) 5) IBM Hipersocket (0.0.0801) 6) IBM Hipersocket (0.0.0802) 7) IBM OSA Express Network card (0.0.0700) 8) IBM OSA Express Network card (0.0.0701) 9) IBM OSA Express Network card (0.0.0702) 10) IBM OSA Express Network card (0.0.f400) 11) IBM OSA Express Network card (0.0.f401) 12) IBM OSA Express Network card (0.0.f402) 13) IBM IUCV > 4 Device address for read channel. (Enter '+++' to abort). [0.0.800]> 0.0.800 Device address for write channel. (Enter '+++' to abort). [0.0.801]> 0.0.801 Device address for data channel. (Enter '+++' to abort). [0.0.802]> 0.0.802
Wählen Sie ein OSA Express-Gerät aus der Liste der Netzwerkgeräte aus, und geben Sie eine Portnummer an. Geben Sie dann die Nummer für den Lese-, Schreib- und Datenkanal sowie den Portnamen ein, falls erforderlich. Wählen Sie, ob die Unterstützung von OSI-Schicht 2 aktiviert werden soll.
Die Portnummer wurde zur Unterstützung der neuen OSA Express 3 Network-Geräte mit zwei Ports hinzugefügt. Wenn Sie kein OSA Express 3-Gerät verwenden, geben Sie 0 ein. OSA Express-Karten besitzen auch die Option, in einem Modus mit „Unterstützung von OSI-Schicht 2“ oder im älteren, gängigeren Modus für „Schicht 3“ ausgeführt zu werden. Der Kartenmodus beeinflusst alle Systeme, die das Gerät gemeinsam nutzen, einschließlich Systeme auf anderen LPARs. Geben Sie im Zweifelsfall 2 an, um Kompatibilität mit dem Standardmodus zu erreichen, den andere Betriebssysteme wie z/VM und z/OS verwenden. Erfragen Sie weitere Informationen zu diesen Optionen bei Ihrem Hardware-Administrator.
Choose the network device. 1) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0600) 2) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0601) 3) IBM parallel CTC Adapter (0.0.0602) 4) IBM Hipersocket (0.0.0800) 5) IBM Hipersocket (0.0.0801) 6) IBM Hipersocket (0.0.0802) 7) IBM OSA Express Network card (0.0.0700) 8) IBM OSA Express Network card (0.0.0701) 9) IBM OSA Express Network card (0.0.0702) 10) IBM OSA Express Network card (0.0.f400) 11) IBM OSA Express Network card (0.0.f401) 12) IBM OSA Express Network card (0.0.f402) 13) IBM IUCV > 7 Enter the relative port number. (Enter '+++' to abort). > 0 Device address for read channel. (Enter '+++' to abort). [0.0.0700]> 0.0.0700 Device address for write channel. (Enter '+++' to abort). [0.0.0701]> 0.0.0701 Device address for data channel. (Enter '+++' to abort). [0.0.0702]> 0.0.0702 Enable OSI Layer 2 support? 0) <-- Back <-- 1) Yes 2) No > 1 MAC address. (Enter '+++' to abort). > +++
Sobald Sie alle Parameter für das Netzwerkgerät eingegeben haben, wird der zugehörige Treiber installiert, und die entsprechenden Kernel-Meldungen werden angezeigt.
Bestimmen Sie als Nächstes, ob die automatische DHCP-(Dynamic Host Configuration Protocol-)Konfiguration für die Einrichtung der Netzwerkschnittstellenparameter verwendet werden soll. Da DHCP nur auf einigen Geräten eingesetzt werden kann und eine spezielle Hardwarekonfiguration vorgenommen werden muss, empfiehlt sich in diesem Fall mit größter Wahrscheinlichkeit die Auswahl von . In diesem Fall werden Sie aufgefordert, die folgenden Netzwerkparameter anzugeben:
IP-Adresse des zu installierenden Systems
entsprechende Netzwerkmaske (falls nicht über IP-Adresse angegeben)
IP-Adresse eines Gateways zur Verbindung mit dem Server
Liste der Suchdomänen, die vom Domain Name Server (DNS) abgedeckt sind
IP-Adresse Ihres Domain Name Server
Automatic configuration via DHCP? 0) <-- Back <-- 1) Yes 2) No > 2 Enter your IPv4 address. Example: 192.168.5.77/24. (Enter '+++' to abort). > 192.168.0.20/24 Enter the IP address of the gateway. Leave empty if you don't need one. (Enter ' +++' to abort). > 192.168.0.1 Enter your search domains, separated by a space:. (Enter '+++' to abort). > example.com Enter the IP address of your name server. Leave empty if you don't need one. (En ter '+++' to abort). > 192.168.0.1
Abschließend werden Sie aufgefordert, Details zum Installationsserver anzugeben, beispielsweise die IP-Adresse, das Verzeichnis, in dem sich die Installationsdaten befinden, sowie die Anmeldedaten. Sobald Sie alle Daten eingegeben haben, wird das Installationssystem geladen.
Nach dem Laden des Installationssystems werden Sie von linuxrc aufgefordert, den Anzeigetyp für die Steuerung des Installationsverfahrens anzugeben. Zur Auswahl stehen X11 (X Window-System), VNC (Virtual Network Computing-Protokoll), SSH (Textmodus bzw. X11-Installation über Secure Shell und ASCII Console (ASCII-Konsole). Die Verwendung von VNC oder SSH wird empfohlen.
Bei der Auswahl der letzten Option ASCII Console (ASCII-Konsole) wird YaST im Textmodus gestartet, und Sie können die Installation direkt in Ihrem Terminal durchführen. Weitere Informationen zur Verwendung von YaST im Textmodus finden Sie in Kapitel 3, YaST im Textmodus, Administrationshandbuch. Die Option ASCII Console (ASCII-Konsole) ist nur bei der Installation in einer LPAR von Nutzen.
Für die Zusammenarbeit mit YaST im Textmodus ist die Ausführung in einem Terminal mit VT220/Linux-Emulation (auch als ASCII Console (ASCII-Konsole) bezeichnet) erforderlich. In einem 3270-Terminal kann YaST beispielsweise nicht verwendet werden.
Nach Auswahl der Installationsoption VNC wird der VNC-Server gestartet. Aus einem kurzen Hinweis auf der Konsole geht hervor, welche IP-Adresse und Display-Nummer für eine Verbindung mit vncviewer erforderlich sind. Alternativ wird eine URL (Uniform Resource Locator) angegeben, die Sie in Ihrem Java-fähigen Browser eingeben und so eine Verbindung zum Installationssystem herstellen können.
Starten Sie auf Ihrem Clientsystem eine VNC-Clientanwendung. Sie können entweder vncviewer oder den VNC-Java-Client und einen Java-fähigen Webbrowser verwenden.
Geben Sie die IP-Adresse sowie die Display-Nummer des SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystems ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
Wenn Sie die Verbindung über einen Java-fähigen Browser herstellen, geben Sie eine URL mit der IP-Adresse des Installationssystems und die entsprechende Portnummer im folgenden Format ein:
http://<IP address of installation system>:5801/
Sobald die Verbindung hergestellt wurde, starten Sie die Installation von SUSE Linux Enterprise Server mit YaST.
Die Direkte Installation über das X Window System beruht auf einem einfachen auf Hostnamen basierenden Authentifizierungsmechanismus. Dieser Mechanismus ist in den aktuellen Versionen von SUSE Linux Enterprise Server deaktiviert. Die Installation mit SSH oder VNC wird bevorzugt.
Vergewissern Sie sich, dass der X-Server dem Client (dem installierten System) den Verbindungsaufbau ermöglicht. Legen Sie die Variable DISPLAYMANAGER_XSERVER_TCP_PORT_6000_OPEN=„yes“ in der Datei /etc/sysconfig/displaymanager fest. Starten Sie dann den X-Server und ermöglichen Sie dem Client die Verbindung mit dem Server, und zwar mit folgendem Kommando: xhost <client IP address>.
Wenn Sie auf dem Installationssystem dazu aufgefordert werden, geben Sie die IP-Adresse des Rechners ein, auf dem der X-Server ausgeführt wird.
Warten Sie, bis YaST geöffnet wird, und starten Sie dann die Installation.
Um das Installationssystem mit dem Namen earth mithilfe von SSH zu verbinden, führen Sie ssh -X earth aus. Wenn auf Ihrem Arbeitsplatzrechner Microsoft Windows ausgeführt wird, verwenden Sie den SSH- und Telnet-Client und den Terminal-Emulator PuTTy, verfügbar unter http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/. Aktivieren Sie (X11-Weiterleitung aktivieren) in PuTTy unter › › .
Daraufhin wird eine Anmeldeeingabeaufforderung angezeigt. Geben Sie root ein und melden Sie sich mit Ihrem Passwort an. Geben Sie yast2.ssh ein, um YaST zu starten.
Fahren Sie mit der detaillierten Beschreibung des Installationsvorgangs in Kapitel 6, Installation mit YaST fort.
Der Installationsvorgang kann durch Angabe der wesentlichen Parameter in der Datei parmfile teilweise automatisiert werden. Die parmfile enthält alle für die Netzwerkeinrichtung und die DASD-Konfiguration erforderlichen Daten. Darüber hinaus kann sie zum Einrichten der Verbindungsmethode für das SUSE Linux Enterprise Server-Installationssystem und die dort ausgeführte YaST-Instanz verwendet werden. Die Benutzerinteraktion wird so auf die eigentliche über YaST-Dialogfelder gesteuerte YaST-Installation begrenzt.
Folgende Parameter können an die Installationsroutine weitergegeben und so als Standardwerte für die Installation verwendet werden. Bei allen hier angegebenen IP-Adressen, Servernamen und numerischen Werten handelt es sich um Beispiele. Ersetzen Sie diese Werte mit denen, die Sie für Ihr Installationsszenario benötigen.
Die Anzahl der Zeilen in der Datei parmfile ist auf 10 begrenzt. Geben Sie mehrere Parameter pro Zeile ein. Bei Parameternamen muss die Groß- und Kleinschreibung nicht beachtet werden. Trennen Sie die Parameter durch Leerzeichen. Die Parameter können in beliebiger Reihenfolge angegeben werden. Achten Sie darauf, dass die Zeichenfolge PARAMETER=value immer zusammen in einer Zeile steht. Beispiele:
Hostname=s390zvm01.suse.de HostIP=10.11.134.65
Standardmäßig können Sie Ihrem Computer nur IPv4-Netzwerkadressen zuweisen. Geben Sie zur Aktivierung von IPv6 während der Installation einen der folgenden Parameter an der Bootaufforderung ein: ipv6=1 (IPv4 und IPv6 akzeptieren) oder ipv6only=1 (nur IPv6 akzeptieren).
einige der folgenden Parameter sind erforderlich. Wenn sie fehlen, wird der automatische Prozess angehalten und Sie werden zur manuellen Eingabe des Werts aufgefordert.
AutoYaST=<URL> Manual=0
Der Parameter AutoYaST gibt den Speicherort der Steuerungsdatei autoinst.xml für die automatische Installation an. Mit dem Parameter Manual wird gesteuert, ob die anderen Parameter nur Standardwerte sind, die vom Benutzer noch akzeptiert werden müssen. Setzen Sie diesen Parameter auf 0, wenn alle Werte ohne Nachfrage übernommen werden sollen. Wenn Sie AutoYaST einstellen, bedeutet dies, dass Manual auf 0 gesetzt wird.
Info=<URL>
Gibt einen Standort für eine Datei an, von der zusätzliche Optionen gelesen werden sollen. Dadurch werden die Beschränkungen auf 10 Zeilen (und 80 Zeichen pro Zeile unter z/VM) für diese Parameterdatei außer Kraft gesetzt. Weitere Dokumentationen zur Infodatei finden Sie unter Abschnitt 21.1.5, „Erstellen der info-Datei“. Da auf die Infodatei typischerweise nur über das Netzwerk auf System z zugegriffen werden kann, können Sie sie nicht verwenden, um Optionen anzugeben, die zum Einrichten des Netzwerks erforderlich sind, d. h. die in Abschnitt 4.3.2, „Konfigurieren der Netzwerkschnittstelle“ beschriebenen Optionen. In der Parameterdatei müssen auch andere linuxrc-spezifischen Optionen wie die zur Fehlersuche angegeben werden, um wirksam zu werden.
Ganz am Ende der Installation eines Systems können Sie markieren. Dadurch wird ein verwendbares Profil erstellt, wie /root/autoinst.xml, das für die Erstellung von Klonen dieser einen Installation verwendet werden kann. Um eine automatische Installationsdatei von Grund auf neu oder auf der Basis einer bestehenden Datei zu erstellen, verwenden Sie das YaST-Modul . Weitere Informationen zu AutoYaST finden Sie in Kapitel 21, Automatisierte Installation.
Die in diesem Abschnitt beschriebenen Einstellungen gelten nur für die während der Installation verwendete Netzwerkschnittstelle. Konfigurieren Sie zusätzliche Netzwerkschnittstellen im installierten System, indem Sie die Anleitungen in Abschnitt „Manuelle Netzwerkkonfiguration“, Kapitel 19, Grundlegendes zu Netzwerken, Administrationshandbuch befolgen.
Hostname=zseries.example.com
Geben Sie den vollständigen Hostnamen ein.
Domain=example.com
Domänensuchpfad für DNS. Ermöglicht Ihnen, kurze anstelle von vollständig qualifizierten Hostnamen zu verwenden.
HostIP=192.168.1.2
Geben Sie die IP-Adresse der zu konfigurierenden Schnittstelle ein.
Gateway=192.168.1.3
Geben Sie den gewünschten Gateway an.
Nameserver=192.168.1.4
Geben Sie den beteiligten DNS-Server an.
InstNetDev=osa
Geben Sie den zu konfigurierenden Schnittstellentyp ein. Zulässige Werte sind osa, hsi, ctc, escon und iucv. (CTC, ESCON und IUCV werden nicht mehr offiziell unterstützt.)
Geben Sie für die Schnittstellen vom Typ hsi und osa eine geeignete Netzmaske und eine optionale Broadcast-Adresse an:
Netmask=255.255.255.0 Broadcast=192.168.255.255
Geben Sie für Schnittstellen vom Typ ctc, escon und iucv (CTC, ESCON und IUCV werden offiziell nicht mehr unterstützt) die IP-Adresse des Peer ein:
Pointopoint=192.168.55.20
OsaInterface=<lcs|qdio>
Für osa-Netzwerkgeräte geben Sie die Host-Schnittstelle (qdio oder lcs) ein.
Layer2=<0|1>
Geben Sie für osa-QDIO-Ethernet- und hsi-Geräte an, ob die Unterstützung von OSI-Schicht 2 aktiviert (1) oder deaktiviert (0) werden soll.
OSAHWAddr=02:00:65:00:01:09
Für Schicht-2-fähige osa-QDIO-Ethernet-Geräte. Geben Sie manuell eine MAC-Adresse ein, oder verwenden Sie den Systemstandardwert OSAHWADDR= (mit nachfolgendem Leerzeichen).
PortNo=<0|1>
Geben Sie für osa-Netzwerkgeräte die Portnummer an (sofern das Gerät diese Funktion unterstützt). Der Standardwert ist 0.
Für die einzelnen Schnittstellen sind bestimmte Setup-Optionen erforderlich:
Schnittstellen ctc und escon (CTC und ESCON werden offiziell nicht mehr unterstützt):
ReadChannel=0.0.0600 WriteChannel=0.0.0601
Mit ReadChannel wird der zu verwendende READ-Kanal angegeben. WriteChannel gibt den WRITE-Kanal an.
Geben Sie für die Schnittstelle ctc (wird offiziell nicht mehr unterstützt) das Protokoll an, das für diese Schnittstelle verwendet werden soll:
CTCProtocol=<0/1/2>
Gültige Einträge:
|
|
Kompatibilitätsmodus, auch für Nicht-Linux-Peers mit Ausnahme von OS/390 und z/OS (dies ist der Standardmodus) |
|
|
Erweiterter Modus |
|
|
Kompatibilitätsmodus mit OS/390 und z/OS |
Netzwerkgerättyp osa mit Schnittstelle lcs:
ReadChannel=0.0.0124 Portname=1
ReadChannel steht für die in dieser Einrichtung verwendete Kanalnummer. Die zweite Portnummer kann hiervon abgeleitet werden, indem Sie ReadChannel den Wert 1 hinzufügen. Mit Portnumber wird der relative Port angegeben.
Schnittstelle iucv:
IUCVPeer=PEER
Geben Sie den Namen des Peer-Computers ein.
Netzwerkgerätetyp osa mit Schnittstelle qdio für OSA-Express Gigabit Ethernet:
ReadChannel=0.0.0700 WriteChannel=0.0.0701 DataChannel=0.0.0702 Portname=FEF400
Geben Sie für ReadChannel die Nummer des READ-Kanals ein. Geben Sie für WriteChannel die Nummer des WRITE-Kanals ein. Mit DataChannel wird der DATA-Kanal angegeben. Geben Sie für Portname einen geeigneten Portnamen ein. Stellen Sie sicher, dass für den READ-Kanal eine gerade Gerätenummer festgelegt ist.
Schnittstelle hsi für HiperSockets und VM-Gast-LANs:
ReadChannel=0.0.0800 WriteChannel=0.0.0801 DataChannel=0.0.0802
Geben Sie für ReadChannel die entsprechende Nummer des READ-Kanals ein. Geben Sie für WriteChannel und DataChannel die Nummern des WRITE- bzw. des DATA-Kanals ein.
Install=nfs://server/directory/DVD1/
Geben Sie den Speicherort der zu verwendenden Installationsquelle an. Mögliche Protokolle sind nfs, smb (Samba/CIFS), ftp und http.
Wenn eine ftp- oder smb-URL angegeben wird, geben Sie mit der URL den Benutzernamen und das Passwort an. Diese Parameter sind optional und wenn sie nicht angegeben sind, wird von einer anonymen Anmeldung oder einer Gastanmeldung ausgegangen.
Install=ftp://user:password@server/directory/DVD1/
Bei einer Samba- oder CIFS-Installation können Sie zudem die Domäne angeben, die verwendet werden soll:
Install=smb://workdomain;user:password@server/directory/DVD1/
UseSSH=1 UseVNC=1 Display_IP=192.168.42.42
Je nachdem, welchen Parameter Sie angeben, wird ein Remote X-Server, SSH oder VNC für die Installation verwendet. Mit UseSSH wird die SSH-Installation aktiviert, mit UseVNC wird ein VNC-Server auf dem Installationscomputer gestartet und mit Display_IP versucht das Installationssystem, eine Verbindung zu einem X-Server an der angegebenen Adresse herzustellen. Es sollte jeweils nur einer dieser Parameter festgelegt werden.
Die Direkte Installation über das X Window System beruht auf einem einfachen auf Hostnamen basierenden Authentifizierungsmechanismus. Dieser Mechanismus ist in den aktuellen Versionen von SUSE Linux Enterprise Server deaktiviert. Die Installation mit SSH oder VNC wird bevorzugt.
Um eine Verbindung zwischen dem YaST- und dem Remote-X-Server zu ermöglichen, führen Sie den Befehl xhost <IP-Adresse> mit der Adresse des Installationscomputers auf dem Remote-Computer aus.
Geben Sie für VNC ein aus 6 bis 8 Zeichen bestehendes Passwort für die Installation ein:
VNCPassword=<a password>
Geben Sie für SSH ein aus 6 bis 8 Zeichen bestehendes Passwort für die Installation ein:
SSHPassword=<a password>
Eine Parmfile kann maximal 860 Zeichen umfassen. Als Anhaltspunkt sollte die Parmfile maximal 10 Zeilen mit maximal je 79 Zeichen enthalten. Beim Lesen einer Parmfile werden alle Zeilen ohne Leerzeichen miteinander verkettet. Das letzte Zeichen (Nr. 79) in jeder Zeile muss daher ein Leertaste sein.
Für den Empfang etwaiger Fehlermeldungen an der Konsole verwenden Sie
linuxrclog=/dev/console
ramdisk_size=131072 root=/dev/ram1 ro init=/linuxrc TERM=dumb instnetdev=osa osainterface=qdio layer2=1 osahwaddr= pointopoint=192.168.0.1 hostip=192.168.0.2 nameserver=192.168.0.3 install=nfs://192.168.0.4/SLES/SLES-12-Server/s390x/DVD1 autoyast=http://192.168.0.5/autoinst.xml linuxrclog=/dev/console usevnc=1 vncpassword=testing
ramdisk_size=131072 root=/dev/ram1 ro init=/linuxrc TERM=dumb AutoYast=nfs://192.168.1.1/autoinst/s390.xml Hostname=zseries.example.com HostIP=192.168.1.2 Gateway=192.168.1.3 Nameserver=192.168.1.4 InstNetDev=hsi layer2=0 Netmask=255.255.255.128 Broadcast=192.168.1.255 readchannel=0.0.702c writechannel=0.0.702d datachannel=0.0.702e install=nfs://192.168.1.5/SLES-12-Server/s390x/DVD1/ UseSSH=1 SSHPassword=testing linuxrclog=/dev/console
Neuere MicroCode-Stufen ermöglichen neben dem standardmäßigen Zeilenmodusterminal (ASCII-Terminal) die Verwendung eines integrierten vt220-Terminalemulators. Das vt220-Terminal ist mit /dev/ttysclp0 verbunden. Das Zeilenmodusterminal ist mit /dev/ttysclp_line0 verbunden. Bei LPAR-Installationen ist der vt220-Terminalemulator standardmäßig aktiviert.
Zum Starten der ASCII-Konsole auf der HMC melden Sie sich bei der HMC an, und wählen Sie › › . Aktivieren Sie die Optionsschaltfläche für die LPAR, und wählen Sie › .
Um die Kernel-Meldungen zum Boot-Zeitpunkt von der Systemkonsole an das vt220-Terminal umzuleiten, fügen Sie der Zeile parameters in der Datei /etc/zipl.conf folgende Einträge hinzu:
console=ttysclp0 console=ttysclp_line0
Die sich daraus ergebende parameters-Zeile sieht in etwa wie folgt aus:
parameters = "root=/dev/dasda2 TERM=dumb console=ttysclp0 console=ttysclp_line0"
Speichern Sie die Änderungen in /etc/zipl.conf, führen Sie zipl aus und starten Sie das System neu.
IBM hat einige hochinteressante Dokumente zu der von diesem Unternehmen entwickelten Plattform von System z veröffentlicht. Diese sind unter http://www.redbooks.ibm.com zu finden.
Eine ausführliche technische Dokumentation zu Kernel und Anwendungen auf IBM System z mit SUSE Linux Enterprise Server finden Sie hier:
Für einen ersten Einblick in die technischen Details einiger Systeme ziehen Sie folgende englischsprachigen Dokumente zurate:
IBM System z10 Enterprise Class Technical Introduction (SG24-7515)
IBM System z9 Business Class Technical Introduction (SG24-7241)
Linux on zSeries Fibre Channel Protocol Implementation Guide (SG24-6344)
Eine allgemein gehaltene Erläuterung zu Linux auf IBM System z finden Sie in folgenden englischsprachigen Dokumenten:
Linux on IBM eServer zSeries and S/390: ISP and ASP Solutions (SG24-6299)
Obwohl diese Dokumente möglicherweise nicht den aktuellen Stand der Linux-Entwicklung widerspiegeln, bleiben die beschriebenen Grundprinzipien von Linux weiterhin gültig.
Ziehen Sie folgende englischsprachige Dokumente für fundierte technische Informationen zum Linux-Kernel sowie hinsichtlich anwendungsbezogener Themen zurate. Im Internet finden Sie die jeweils aktuelle Version dieser Dokumente, einschließlich aktuellem Code-Drop (http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/index.html).
Linux auf System z-Gerätetreibern, Funktionen und Kommandos
zSeries ELF Application Binary Interface Supplement
Linux auf System z-Gerätetreibern unter Verwendung der Dump-Tools
IBM System z9-109 Technical Introduction (SG26-6669)
IBM System z10 Enterprise Class Technical Guide (SG24-7516)
Unter http://www.redbooks.ibm.com steht zudem ein englischsprachiges Redbook für die Linux-Anwendungsentwicklung zur Verfügung:
Linux on IBM eServer zSeries and S/390: Application Development (SG24-6807)
Komplexere IBM System z-Szenarien finden Sie in folgenden englischsprachigen Redbooks, Redpapers und unter folgenden Links:
Linux on IBM eServer zSeries and S/390: Large Scale Deployment (SG24-6824)
Linux on IBM eServer zSeries and S/390: Performance Measuring and Tuning (SG24-6926)
Linux with zSeries and ESS: Essentials (SG24-7025)
IBM TotalStorage Enterprise Storage Server Implementing ESS Copy Services with IBM eServer zSeries (SG24-5680)
Linux on IBM zSeries and S/390: High Availability for z/VM and Linux (REDP-0220)
Saved Segments Planning and Administration
Linux on System z documentation for „Development stream“
http://www.ibm.com/developerworks/linux/linux390/development_documentation.html